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Trockeneis oder Trockendampf – welches Verfahren wofür?

Autorenbild: Georg Seiler
Georg Seiler
vor 15 Stunden
1 Min. Lesezeit

Beide Verfahren reinigen ohne viel Wasser und ohne aggressive Chemie. Trotzdem sind sie völlig verschieden.

Trockeneisstrahlen

Trockeneis ist gefrorenes CO₂ mit −78,5 °C. Die Pellets werden mit Druckluft auf die Oberfläche gestrahlt. Drei Effekte wirken zusammen:

  • der Aufprall löst Schmutz mechanisch

  • der Kälteschock macht Schmutz spröde, er zieht sich zusammen und reißt ab

  • die Sublimation: Das Eis wird schlagartig gasförmig, dehnt sich stark aus und sprengt den Schmutz weg

Es bleibt kein Strahlmittel zurück und kein Wasser. Ideal für Motorräume, Unterböden, Radhäuser und empfindliche Bauteile. Voraussetzung ist ein ausreichend starker Kompressor.

Trockendampf

Trockendampfgeräte erzeugen sehr heißen Dampf mit wenig Restfeuchte. Er löst Fett und Schmutz, tötet Keime und Bakterien und trocknet schnell. Ideal für Innenräume: Polster, Lüftungsdüsen, Sitzschienen, Kindersitze, Gummimatten.

Im Vergleich

  • Außen und Technik: Trockeneis

  • Innenraum und Hygiene: Trockendampf

  • Einstiegskosten: Dampf deutlich günstiger, Trockeneis braucht Gerät, Kompressor und laufend Eis

  • Wow-Effekt beim Kunden: beide hoch – ein trockeneisgereinigter Motorraum sieht aus wie neu

Viele Betriebe starten mit Dampf und ergänzen Trockeneis, wenn genug Aufträge für Motorraum und Unterboden da sind.

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