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Keramikversiegelung ehrlich erklärt – was sie kann und was nicht

Autorenbild: Georg Seiler
Georg Seiler
vor 15 Stunden
1 Min. Lesezeit

Keramikversiegelungen sind das Trendthema der Branche. Leider auch eines mit vielen Übertreibungen. Hier die ehrliche Version.

Was ist eine Keramikversiegelung?

Eine flüssige Beschichtung, meist auf Basis von Siliziumdioxid (SiO₂), die nach dem Auftragen aushärtet und eine dünne, glasartige Schicht bildet. Sie ist nur wenige Mikrometer dick, aber deutlich härter und chemikalienbeständiger als Wachs oder eine Polymer-Versiegelung.

Was sie kann

  • Der Lack wird leichter sauber: Schmutz, Insekten und Vogelkot haften schlechter

  • starker Abperleffekt – Wasser läuft ab und nimmt Schmutz mit

  • Schutz vor UV-Strahlung, Streusalz und aggressiven Reinigern

  • tiefer Glanz über Jahre statt Wochen

Was sie nicht kann

  • Sie macht den Lack nicht kratzfest. Waschanlagen-Swirls und Schlüsselkratzer gehen trotzdem durch.

  • Sie schützt nicht vor Steinschlägen – dafür gibt es Lackschutzfolie.

  • Sie ersetzt das Waschen nicht. Ein versiegeltes Auto muss richtig gewaschen werden, sonst lässt die Wirkung nach.

Warum die Vorarbeit alles ist

Eine Keramik konserviert den Zustand des Lacks – auch die Kratzer. Deshalb gehört vor jede Versiegelung eine gründliche Reinigung, Dekontamination und meist eine Politur. Danach wird mit einem Panel Wipe entfettet, damit die Schicht haften kann. Ein Großteil des Preises steckt in dieser Vorarbeit.

Worauf Kunden achten sollten

  • Fragt nach der Vorarbeit: Wird poliert? Wird die Schichtdicke gemessen?

  • Fragt nach der Wartung: Wie oft, mit welchen Mitteln? Gibt es Wartungstermine?

  • Lasst euch Garantiebedingungen schriftlich geben.

Profis, die sauber arbeiten, findet ihr im ADN-Register.

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