Keramikversiegelung ehrlich erklärt – was sie kann und was nicht
Keramikversiegelungen sind das Trendthema der Branche. Leider auch eines mit vielen Übertreibungen. Hier die ehrliche Version.
Was ist eine Keramikversiegelung?
Eine flüssige Beschichtung, meist auf Basis von Siliziumdioxid (SiO₂), die nach dem Auftragen aushärtet und eine dünne, glasartige Schicht bildet. Sie ist nur wenige Mikrometer dick, aber deutlich härter und chemikalienbeständiger als Wachs oder eine Polymer-Versiegelung.
Was sie kann
Der Lack wird leichter sauber: Schmutz, Insekten und Vogelkot haften schlechter
starker Abperleffekt – Wasser läuft ab und nimmt Schmutz mit
Schutz vor UV-Strahlung, Streusalz und aggressiven Reinigern
tiefer Glanz über Jahre statt Wochen
Was sie nicht kann
Sie macht den Lack nicht kratzfest. Waschanlagen-Swirls und Schlüsselkratzer gehen trotzdem durch.
Sie schützt nicht vor Steinschlägen – dafür gibt es Lackschutzfolie.
Sie ersetzt das Waschen nicht. Ein versiegeltes Auto muss richtig gewaschen werden, sonst lässt die Wirkung nach.
Warum die Vorarbeit alles ist
Eine Keramik konserviert den Zustand des Lacks – auch die Kratzer. Deshalb gehört vor jede Versiegelung eine gründliche Reinigung, Dekontamination und meist eine Politur. Danach wird mit einem Panel Wipe entfettet, damit die Schicht haften kann. Ein Großteil des Preises steckt in dieser Vorarbeit.
Worauf Kunden achten sollten
Fragt nach der Vorarbeit: Wird poliert? Wird die Schichtdicke gemessen?
Fragt nach der Wartung: Wie oft, mit welchen Mitteln? Gibt es Wartungstermine?
Lasst euch Garantiebedingungen schriftlich geben.
Profis, die sauber arbeiten, findet ihr im ADN-Register.





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