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Swirls – warum die Waschanlage deinen Lack ruiniert

Autorenbild: Georg Seiler
Georg Seiler
vor 15 Stunden
1 Min. Lesezeit

Steig an einem sonnigen Tag neben dein Auto, schau schräg auf die Motorhaube – und du siehst sie: feine, kreisförmige Kratzer, die sich wie ein Spinnennetz um das Spiegelbild der Sonne legen. Das sind Swirls.

Wie entstehen Swirls?

Fast immer beim Waschen. Jeder Schmutzpartikel, der über den Lack gerieben wird, hinterlässt eine Spur im Klarlack. Die häufigsten Ursachen:

  • Bürstenwaschanlagen, deren Bürsten den Schmutz vom Vorgänger noch drin haben

  • ein einziger Schwamm und ein einziger Eimer

  • Trockenwischen mit einem Tuch, wenn das Auto staubig ist

  • falsch gewaschene Mikrofasertücher

Warum sieht man sie nur in der Sonne?

Swirls sind nur wenige Mikrometer tief. Unter diffusem Licht fallen sie kaum auf. Eine punktförmige Lichtquelle – Sonne, Tankstellenlicht, eine LED-Prüflampe – wird an den Kratzerkanten gestreut und macht sie sichtbar. Deshalb arbeiten Profis immer mit einer Prüflampe.

Wie wird man sie los?

Durch eine Defektkorrektur: Mit Poliermaschine und Politur wird der Klarlack so weit abgetragen, bis der Kratzergrund erreicht ist. Je nach Zustand ein- oder mehrstufig. Wichtig ist, vorher die Lackschichtdicke zu messen – Klarlack ist dünner als ein Blatt Papier und wächst nicht nach.

Glanzpolituren mit Füllstoffen kaschieren Swirls nur für ein paar Wäschen.

Wie verhindert man sie?

  • Vorwäsche mit Snow Foam, damit der Großteil des Schmutzes ohne Berührung runterkommt

  • Zwei-Eimer-Methode mit Schmutzgittern

  • weiche Waschhandschuhe und saubere, getrennt gewaschene Mikrofaser

  • eine Versiegelung, die den Lack glatter macht und Schmutz weniger haften lässt

Alle Fachbegriffe findest du im ADN-Lexikon. Und einen Profi in deiner Nähe auf unserer Österreich-Karte.

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